Die Skigebiete von Ski Amadé: Österreichs größter verbundener Skipass
760 km in 5 Regionen – wer eine Saison im Land Salzburg plant, sollte wissen, wie es funktioniert
Ski Amadé ist der größte verbundene Skipass Österreichs und einer der größten Europas: 760 km Pisten, 270 Lifte und 860 Abfahrten in fünf unterschiedlichen Skiregionen im Land Salzburg und der benachbarten Steiermark. Für Saisonarbeiter in einer dieser Regionen eröffnet der Skipass eine Geländevielseitigkeit, die eine 20-wöchige Saison deutlich nachhaltiger macht, als auf die Abfahrten eines einzigen Skigebiets beschränkt zu sein.
Die fünf Regionen
Schladming-Dachstein
Die zentrale Region. Schladming (800 m, Steiermark) ist eine richtige österreichische Bergstadt mit ganzjähriger Wirtschaft – kein künstlich errichtetes Skidorf, das sich im Sommer leert. Das Skigebiet verbindet vier Berge: Planai, Hochwurzen, Reiteralm und Hauser Kaibling, die gemeinsam als „4-Berge-Skischaukel“ vermarktet werden. Der Dachsteingletscher liegt auf 2.700 m und ermöglicht bereits im Spätherbst Skifahren. Die Saison dauert von Ende November bis April.
Schladming ist außerdem Austragungsort des FIS-Weltcup-Nachtslaloms – eines jährlich im Januar auf der Planai stattfindenden Nachtslaloms, der mehr als 50.000 Zuschauer unter Flutlicht anzieht. Er gehört zu den stimmungsvollsten Veranstaltungen im Skisport, und wer hier arbeitet, erlebt ihn hautnah. Die Woche rund um das Rennen ist die Hauptsaison des Ortes: Arbeitgeber brauchen zusätzliches Personal, Bars und Restaurants sind voll. Ramsau grenzt an Schladming an, ist ein eigenes Langlaufgebiet und Austragungsort olympischer Langlaufwettbewerbe – ideal, wenn du an freien Tagen eine andere Disziplin ausprobieren möchtest.
Hochkönig
Drei Dörfer – Maria Alm, Dienten und Mühlbach am Hochkönig – liegen unterhalb des 2.941 m hohen Hochkönigs. Das Gebiet umfasst 120 km Pisten und ist international deutlich weniger bekannt als Schladming oder das Gasteinertal. Diese geringere internationale Bekanntheit bedeutet weniger Konkurrenz um Arbeitsplätze und ein authentischer österreichisches Arbeitsumfeld. Mühlbach (860 m) hat die Größe eines ruhigen Dorfes; Maria Alm ist stärker entwickelt und bietet etwas bessere Einrichtungen. Für Saisonarbeiter, die in Österreich arbeiten möchten, ohne das stark touristisch geprägte Umfeld eines Vorzeige-Skigebiets, ist Hochkönig besonders interessant.
Salzburger Sportwelt
Die Region Sportwelt umfasst Flachau, Wagrain, St. Johann im Pongau, Alpendorf und die verbindenden Dörfer im Pongautal – insgesamt 270 km verbundenes Gelände. Flachau ist der wichtigste Ortsname und historisch der Trainingsstützpunkt von Marcel Hirscher. Diese österreichischen Skigebiete sind deutlich günstiger als Kitzbühel oder die großen Tiroler Ziele. Das wirkt sich sowohl auf deine eigenen Kosten als auch auf die Art der Gäste aus, mit denen du arbeiten wirst. Die Sportwelt zieht vor allem österreichische und deutsche Urlauber an, nicht das internationale Publikum der bekannteren Skigebiete.
Gasteinertal (Ski Gastein)
Bad Gastein, Bad Hofgastein, Dorfgastein und Sportgastein verteilen sich über 200 km Gelände im Gasteinertal. Bad Gastein (1.000 m) ist für ein Skigebiet wirklich ungewöhnlich: eine Kurstadt der Belle Époque mit großen Grandhotels aus dem 19. Jahrhundert und einer Thermalkultur, die lange vor dem Skisport existierte. Die viktorianische Pracht verleiht dem Ort einen visuellen Charakter, den du anderswo in den Alpen kaum findest.
Das Kur-Erbe sorgt außerdem für einen vielfältigeren Arbeitsmarkt als in der gewöhnlichen Ski-Gastronomie. Thermenhotels beschäftigen neben dem üblichen Personal an Rezeption und in der Küche auch Physiotherapieassistenten, Masseure und Wellnesskräfte. Dadurch ist Gastein auch für Saisonarbeiter mit Qualifikationen im Gesundheits- und Wellnessbereich interessant, die sonst vielleicht nicht an ein Skigebiet denken würden.
Tennengebirge
Die kleinere Region Tennengebirge mit Orten wie Abtenau arbeitet auf lokaler österreichischer Ebene und hat nur wenige internationale Beschäftigte. Für die meisten Saisonarbeiter, die Ski Amadé in Betracht ziehen, weniger relevant, aber Bestandteil des Skipasses.
Was der Skipass für Saisonarbeiter bedeutet
Von Arbeitgebern ausgegebene Skipässe in den Ski-Amadé-Regionen gelten normalerweise für das gesamte Ski-Amadé-Netz und nicht nur für dein Heimatgebiet. Von Schladming aus kannst du an freien Tagen über das regionale Ski-Amadé-Busnetz Hochkönig, Gastein und die Sportwelt erreichen. Über eine fünfmonatige Saison ist der praktische Effekt beträchtlich: In der zehnten Woche wirst du nicht mehr dieselben Abfahrten wiederholen, die du schon vierzigmal gefahren bist.
Die Langlaufmöglichkeiten in Ramsau erweitern die Geländevielseitigkeit um eine völlig andere Disziplin, die viele Saisonarbeiter mitten in der Saison für sich entdecken.
Arbeitsrecht
Österreich unterliegt der EU-Freizügigkeit: Inhaber eines EU-Passes haben ohne zusätzliches Verfahren volle Arbeitsrechte. Britische Staatsbürger benötigen bei Aufenthalten von mehr als 90 Tagen eine Aufenthaltserlaubnis. Australische und neuseeländische Staatsbürger können das österreichische Working-Holiday-Visum nutzen. Aktuelle Informationen findest du unter /visa-guides/austria.
Für wen Ski Amadé geeignet ist
Ski Amadé eignet sich besonders für Saisonarbeiter, die während einer langen Saison echte Geländevielseitigkeit erleben möchten, ohne die hohen Preise von Kitzbühel oder St. Anton zu zahlen. Sowohl Schladming als auch Gastein verfügen über ganzjährige Stadtwirtschaften, die die Lebenshaltungskosten bodenständiger halten als in künstlich errichteten Skidörfern. Die Nachtslalom-Woche ist ein echtes Highlight für alle, die in Schladming arbeiten – ein Ereignis im Skikalender, für das es anderswo nur schwer ein vergleichbares Pendant gibt.
Auf der Suche nach einem Resort, wo du eine Saison arbeiten kannst?
Finde den perfekten Ort und starte deine Saison
Weiter erkunden
Bestenlisten, das Quiz und alles andere, was sich vor der Abreise zu lesen lohnt.

